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Bericht zum Vortrag „Lust auf Land“ von Jürgen Klein MdL

Pressemitteilung Vortrag Jürgen Klein MdL am 21.02.2017 in Pirmasens „Lust auf Land“ (3.592 Zeichen inkl. Leerzeichen)

„Unsere Dörfer dürfen nicht veröden“

Vortrag des AfD-Landtagsabgeordneten Jürgen Klein in Pirmasens

Am vergangenen Dienstag hielt der AfD-Landtagsabgeordnete Jürgen Klein im Pirmasenser Bürgerbüro des AfD Kreisverband Südwestpfalz einen Vortrag zum Thema „Lust auf Land“. Klein war 22 Jahre aktives CDU-Mitglied, ist von Beruf Abwassermeister und technischer Betriebswirt und war vor seinem Einzug in den Landtag im Bereich der Wasseranalytik tätig. Neben seinem Landtagsmandat ist er Kreisvorsitzender des AfD-Kreisverbands Bad Kreuznach.

Bei ihrer Einführung in die gut besuchte Veranstaltung sagte die Kreisvorsitzende Anette Gabriel, die Menschen würden sehen, dass die AfD nicht nur in Wahlkampfzeiten Vorträge und Veranstaltungen organisiere wie so viele andere Parteien. Mit dem Thema des heutigen Abends sei die AfD „nah am Bürger“.

Referent Klein forderte, den ländlichen Räumen müsse wieder eine Perspektive gegeben werden. Eine „zentralistische Raumordnung und Raumplanung“ sei bürgerfern und daher abzulehnen. Ländliche Räume seien so zu entwickeln, dass auch in 30 oder 40 Jahren noch Menschen dort leben wollten. Klein wies darauf hin, dass der Pfälzerwald von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt sei, und sprach sich vehement gegen Windräder aus. Diese verschandelten nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern entwerteten auch bereits getätige Investitionen „teilweise in Millionenhöhe“. Außerdem schädigten sie den Tourismus, den unsere Regionen dringend bräuchten, und sie schafften keine Arbeitsplätze.

„Der Verwaltungsapparat weiß oft nicht, was die Bürger bewegt. Oft werden deren Wünsche und Vorstellungen aber auch bewusst aus rein ideologischen Gründen übergangen. Das gilt hauptsächlich für Politiker der GRÜNEN“, kritisierte der Abgeordnete. Man solle die Bürger entscheiden lassen statt realitätsferne Bürokraten oder Ideologen. Er selbst sei „ein begeisterter Landmensch“ und wisse aus vielen Gesprächen mit Bürgern, dass diese genauso dächten.

Klein stellte dar, wie durch die Gewährung öffentlicher Zuschüsse oder deren gezielte Verweigerung ideologische Ziele durchgesetzt würden: „Nach den Vorstellungen der GRÜNEN fährt die rheinland-pfälzische Frau mit dem Fahrrad zum Einkaufen, also gibt es Zuschüsse zu Radwegen und für anderes eben nicht.“ Mittel- und langfristig solle die ländliche Bevölkerung durch die bewusste Verweigerung öffentlicher Zuschüsse in urbane Gebiete umgesiedelt werden. Das gehe nicht an, „die Menschen sollen selbst entscheiden dürfen“. In seinem kenntnisreichen und engagierten Vortrag forderte der Abgeordnete mehrmals „gesunden Menschenverstand statt Ideologie“ bei der Raumplanung.

Klein erläuterte das Raumordnungsgesetz, sprach über „Ober-, Mittel- und Unterzentren“ und „Entwicklungsachsen“. Raumplanung, die die Bürger hier vor Ort betreffe, beginne teilweise schon auf europäischer Ebene und in Berlin. Dieses Konzept nannte der AfD-Vertreter „sozialistisch-zentralistisch.“ Auch auf die „Landflucht“ sowie die Demografie ging er ein. Der ÖPNV auf dem Land werde ausgedünnt, was besonders ältere Menschen treffe oder solche, die öffentliche Verkehrmittel bräuchten, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Auch sei es falsch, wenn es beim „schnellen Internet“ zahlreiche „weiße Flecken auf der Landkarte“ gebe. Dies alles sei „Strategie, kein Zufall“. Die Landkreise könnten sich aus juristischen Gründen gegen viele zentralistische Maßnahmen nicht wehren. Kleins Vortrag fand große Zustimmung bei den Zuhörern.