+++Pressemitteilumg+++ Joachim Paul zur Marx-Filmpremiere: AfD lehnt einseitige Marx-Betrachtung ab

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Joachim Paul (AfD) zur Marx-Filmpremiere: AfD lehnt einseitige Marx-Betrachtung ab

Am Dienstag, 28. Februar, findet in Trier die Premiere des Kinofilms „Der junge Karl Marx“ von Regisseur Raoul Peck statt. Neben Schauspieler und Marx-Darsteller August Diehl hat auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ihr Kommen angekündigt. Nimmt man Aussagen von Diehl zum Maßstab, muss in dem Film mit einer völlig unkritischen Marx-Verklärung gerechnet werden. So meinte Diehl in einem Interview mit dem MDR, Karl Marx wäre „der wahrscheinlich größte Kenner des Kapitalismus“, „er hatte durchaus auch so einen Humor“, „er hatte was Draufgängerisches“, eher er ergänzte: „Sich mit Marx jetzt zu beschäftigen, macht durchaus Sinn“. Erschreckend die Äußerung von Kurt Beck, dem ehemaligen Ministerpräsidenten und aktuellen Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung, die das Karl Marx-Haus in Trier trägt, der Marx am 15. Februar 2017 in einem Interview mit der Rheinpfalz als einen „der großen Denker in Hinsicht auf eine gerechtere Welt“ bezeichnete.

Hierzu erklärt Joachim Paul, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz:

„Das Interview mit Kurt Beck und der Kinofilm, der durch die angekündigte Anwesenheit der Ministerpräsidentin von der Landesregierung bewusst aufgewertet wird, sind weitere Indizien dafür, dass die Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Karl Marx im Jahr 2018 in unkritische Jubelarien münden sollen. Der Vordenker des Kommunismus soll als großer Intellektueller, als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit präsentiert werden. Die Verbrechen des 20. Jahrhunderts stören diese Idylle, deshalb darf die Wirkungsgeschichte der marxistischen Ideologie in den Dauerausstellungen nicht behandelt werden. Karl Marx predigte eine Utopie der Gewalt, in der Terror zur Regierungsform wird. Damit gibt es durchaus eine geistige Kontinuität von Karl Marx zu den kommunistischen Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Ich bezweifle, dass Malu Dreyer am Rande der Filmpremiere in Trier auf diesen Sachverhalt hinweisen wird. Die AfD jedenfalls lehnt eine völlig einseitige Marx-Betrachtung ab.“

Joachim Paul ist stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.