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Sylvia Groß (AfD) zur Haushaltssitzung: Chance verpasst – Ärztemangel im ländlichen Raum bleibt problematisch

Die rheinland-pfälzische Regierungs-Ampel und auch die CDU haben in den Entschließungsantrag der AfD zur Installation eines Stipendienprogramms für Medizinstudenten, welche sich verpflichten, nach ihrem Studium für eine festgelegte Zeit als Hausarzt in unterversorgten ländlichen Regionen tätig zu sein, abgelehnt.

Dazu Sylvia Groß, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz: „Aufgrund des hohen Anteils hausärztlich tätiger Ärzte – 74 Prozent sind älter als 50 Jahre – müssen bis 2020 1.467 Hausärzte und bis 2022 insgesamt 4.000 Vertragsärzte nachbesetzt werden. Woher sollen die jungen Mediziner dafür kommen?“

Groß weiter: „Die Ampelregierung liefert keine Antworten, sondern hält an veralteten Förderplänen fest, welche erwiesenermaßen nicht greifen. Seit Jahren sieht der Haushalt einen Fördertopf von rund einer halben Million Euro vor, um Ärzte zur Niederlassung in ländliche Gegenden zu bewegen, doch nie wurde er auch nur annähernd ausgeschöpft. Im vergangenen Jahr wurden noch nicht einmal 200.000 Euro abgerufen. Es ist offensichtlich, dass die Mechanismen falsch gestellt sind, um Anreize zu bieten; sonst würden die Fördergelder abgerufen.“

„Mir ist es schleierhaft wie die Landesregierung daran festhalten kann. Das AfD-Stipendienprogramm, finanziert aus den bereitgestellten und nicht abgerufenen Geldern, wird dennoch abgelehnt und damit eine echte Chance junge Mediziner für eine Tätigkeit als Landarzt zu begeistern und gleichzeitig ihre Ausbildung zu verbessern, leichtfertig vertan. Dies aus purem Ressentiment gegenüber der AfD. Traurig für die Menschen in Rheinland-Pfalz, deren Gesundheitsversorgung durch Parteipolitik riskiert wird“,  so Groß abschließend.

Dr.med. Sylvia Groß ist gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.