EU-Kommissar will libysche Flüchtlinge nach Europa umsiedeln

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BRÜSSEL. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos will libysche Flüchtlinge in Unions-Staaten umsiedeln. Er wolle die „legalen Möglichkeiten für die Menschen verbessern, sicher und in geordneter Weise zu uns zu kommen“, sagte er der Welt am Sonntag.

Der sogenannte Resettlement-Plan vom EU-Innenkommissar wird von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und seinem italienischen Amtskollegen, Marco Minniti, unterstützt.

Unterstützung der libyschen Grenzschützer

Gleichzeitig gab Avramopoulos bekannt, die Union wolle Libyen in umfassender Weise bei der Sicherung seiner Südgrenze in der Sahara unterstützen. Das solle beispielsweise durch die Bereitstellung von Drohnen, Hubschraubern, Satellitentelefonen und durch die Entsendung einer EU-Polizeimission geschehen. Die endgültige Entscheidung sei auf europäischer Seite aber noch nicht gefallen.

Wie in diesem Monat bekannt wurde, ist der Zustrom von Flüchtlingen über die zentrale Mittelmeerroute angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl der über die Schweiz nach Deutschland Einreisenden laut Bundesinnenministerium verdreifacht.

Im Januar und Februar 2016 gab es dort 406 unerlaubte Einreisen, im gleichen Zeitraum in 2017 wurden 1.350 registriert. Sicherheitskreise gingen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. (mp)

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