Arbeitsmarkt- und BeschäftigungspolitikBAMF, FlüchtlingspolitikBildung Schule BerufBündnis90/Die GrünenDeutsche KulturDie GrünenIntegration und AssimilationSPDVeranstaltungsberichte

Bericht zum Vortrag von Nicole Höchst zum Thema „Bildung in Deutschland“

Am Dienstag, dem 18.04.2017, hielt die rheinland-pfälzische AfD-Bundestagskandidatin (Listenplatz 4) Nicole Höchst im Pirmasenser Bürgerbüro des AfD-Kreisverbands Südwestpfalz einen Vortrag zum Thema „Bildung in Deutschland“.

Höchst, die Regierungsschuldirektorin und Mutter ist, weiß wovon sie spricht. Sie übte an der vorherrschenden links-grünen Bildungsideologie scharfe Kritik. Verbreitet sei ein „maximaler Egalisierungswahn“, unser früher funktionierendes Bildungssystem sei förmlich „durch den Fleischwolf gedreht“ worden. Laut FAZ sei etwa das Gesamtschulkonzept in NRW völlig gescheitert. „Die Schüler wissen heute weniger als früher, und es müssen Notenquoten erfüllt werden. Mitunter werden die Schüler für bilinguale Klassen sogar ausgelost.“ Für Höchst ist ein Bildungssystem dann gut, wenn es den teilweise sehr unterschiedlichen individuellen Begabungen der Schüler gerecht werde und durchlässig sei derart, dass es begabten Schülern aus sozial und finanziell schwachen Herkunftsfamilien den bildungsmäßigen Aufstieg ermögliche.

Das Schulsystem sei noch nie so ungerecht gewesen wie heute. Es dürfe nicht sein, dass studierte Eltern ihren Kindern zu Hause Lesen, Schreiben und Rechnen beibrächten, das sei Aufgabe der Schule. Kinder, die solche Eltern nicht hätten, seien im Nachteil. Es dürften aber auch gute Schüler nicht „ausgebremst“ werden zugunsten von leistungsschwächeren.

Die links-grüne Forderung, Schule dürfe keine Misserfolgserlebnisse vermitteln, hält die Kandidatin für grundfalsch. „Die Schule kann unvermeidliche Misserfolgserlebnisse allenfalls noch abfedern, das spätere wirkliche Leben aber nicht.“ Die Schule müsse auf das Leben vorbereiten, und Misserfolgserlebnisse gehörten nun einmal dazu. „Der Mensch wird im aktuell bestehenden Bildungssystem von Ideologen und Gutmenschen zum bloßen Humankapital degradiert.“

Nicole Höchst kritisierte auch Bologna, die angestrebte Vergleichbarkeit von Abschlüssen sei nicht erreicht worden. Zu den Flüchtlingskindern sagte die Kandidatin: „Viele sind leider Analphabeten, auch in ihren Muttersprachen, etwa Arabisch.“ Abgelehnte Asylbewerber sollen nach Nicole Höchst ausnahmlos abgeschoben werden, das sei nur konsequent. Auch sei ihr der übertriebene Islamunterricht an deutschen Schulen für deutsche Schüler ein Dorn im Auge. Als Literatur empfahl die Referentin das Buch „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (Herbig Verlag 2017) von Josef Kraus, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes.